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Gehaltsverhandlungen durchführen – so sprechen Sie über Ihre Vorstellungen

Soziale Berufe spielen in der Gesellschaft eine wichtige Rolle und sind aus diesem Grund unglaublich wertvoll. Genau aus diesem Grund spielt es auch eine wichtige Rolle, dass die Arbeit der Menschen, die sich für einen Job aus dem Bereich der sozialen Berufe entscheiden, angemessen vergütet wird. Die Frage, die in diesem Zusammenhang jedoch oft aufkommt, ist die Frage danach, wie Gehaltsverhandlungen in sozialen Berufen am besten ablaufen.

Der Status Quo als Verhandlungsbasis

Gehaltsverhandlungen sind wichtig und in der Arbeitswelt ist es vollkommen normal, über Geld zu sprechen. Haben Sie also keine Hemmungen davor, das Thema „Geld“ bzw. „Gehalt“ anzusprechen und mit Ihrem/Ihrer potenziellen Arbeitgeber/in über Ihr Wunschgehalt zu sprechen.

Am besten warten Sie, ob Ihr/e potenzielle/r Arbeitgeber/in das Thema selbst anspricht. Falls dies nach einiger Zeit nicht der Fall sein sollte, können Sie das Gespräch durch Fragen darüber, wie das Unternehmen die Überstunden regelt, langsam auf das Thema „Gehalt“ lenken.

Vorher sollten Sie sich jedoch überlegen, wie Ihre Vorstellungen sind. Stellen Sie in diesem Zusammenhang auch sicher, dass Ihre Vorstellungen mit Ihrem Status Quo übereinstimmen. Denn wie viel Gehalt Sie in einer Gehaltsverhandlung verlangen können, kommt immer auf ein paar Faktoren an. Der wohl wichtigste Faktor ist Ihr Marktwert, gefolgt von der finanziellen Lage des Unternehmens, bei dem Sie sich beworben haben. Es bietet sich für Sie somit durchaus an, sich vor dem Vorstellungsgespräch (das übrigens bereits impliziert, dass das Unternehmen Interesse an Ihnen hat), über das Unternehmen zu informieren. Das hinterlässt nicht nur einen guten Eindruck beim Vorstellungsgespräch, sondern hilft Ihnen auch dabei herauszufinden, in welcher Höhe Sie Ihre Gehaltsvorstellung ansetzen können, um die Verhandlung zu starten.

So ermitteln Sie Ihren Marktwert in einem sozialen Beruf

In einem sozialen Beruf spielt – wie bei allen anderen Berufen – der eigene Marktwert eine wichtige Rolle, wenn es um die Gehaltsverhandlung geht. Dieser Marktwert setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen:

  • Berufserfahrung
  • Bestimmte Qualifikationen
  • Mögliche Weiterbildungen
  • Fremdsprachenkenntnisse

Achten Sie auch darauf, ob das Unternehmen ganz bestimmte Fähigkeiten und Qualifikationen sucht, über die Sie verfügen und, mit welchen Sie sich von vielen anderen Mitbewerber/innen abheben. In diesem Fall steigt Ihr Marktwert und Sie können unter Umständen direkt mit höheren Gehaltsvorstellungen in die Verhandlung gehen.

Sofern Sie sich nicht sicher sind, wie Ihr Marktwert ausfällt, können Sie auch im Internet recherchieren oder sich mit anderen Arbeiter/innen unterhalten, die in Ihrem Feld tätig sind und in etwa über Ihre Erfahrung verfügen. So können Sie sich ein besseres Bild über das Gehalt machen und sich besser überlegen, wie Ihre Vorstellungen bezüglich des Gehaltes sind.

Alternative Gehaltsbestandteile

Bei Gehaltsverhandlungen spielt ein Aspekt, der auch in Ihrer Arbeit der sozialen Berufe wichtig ist, eine ausschlaggebende Rolle: Die Flexibilität.

Seien Sie nicht zu festgefahren, sondern gehen Sie durchaus offen auf Vorschläge Seitens des Unternehmens zu. So kann es sein, dass das Unternehmen alternative Gehaltsbestandteile anbietet, die sich aus den unterschiedlichsten Boni und Vergünstigungen zusammensetzen können. Oft bieten Unternehmen gerne:

  • eine betriebliche Altersvorsorge
  • Einkaufs- und Tankgutscheine, sowie Fitnessstudio-Vergünstigungen
  • Dienstwägen, die auch privat genutzt werden dürfen
  • Betreuungskostenübernahme oder eine unternehmensinterne Kinderbetreuung
  • Weiterbildungen
  • Boni für geringe Fehlzeiten
  • vergünstigte Zusatzversicherungen

Lehnen Sie diese alternativen Gehaltsbestandteile nicht kategorisch ab, sondern führen Sie sich vor Augen, inwiefern Sie von ihnen profitieren können.

Verfasst von Lara